Seit Herbst 2025 fördert die Stiftung ein besonderes Bildungsprojekt im historischen Garten der Burg Lede. Gemeinsam mit den zweiten Klassen der Adelheidisschule wird hier über ein ganzes Jahr hinweg erfahrbar, wie eng Natur, Geschichte und nachhaltige Ernährung miteinander verbunden sind.
Im Reformgarten der ehemaligen Wasserburg, tauchen die Kinder in eine außergewöhnliche Lernumgebung ein. Eingebettet in das Denkmal-Ensemble Vilich verbindet das Projekt fächerübergreifendes Lernen mit praktischen Naturerfahrungen. Ziel ist es, ein Bewusstsein für ökologische Kreisläufe, biologische Gartenarbeit und den Wert historischer Orte zu schaffen – und dabei wichtige Kompetenzen wie Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit zu stärken.
Über alle vier Jahreszeiten hinweg besuchen die Klassen regelmäßig den Burggarten. Jede Begegnung eröffnet neue Perspektiven: Im Herbst lernen die Kinder das Leben im Mittelalter kennen, ernten Äpfel und verarbeiten sie gemeinsam zu frischem Saft. Im Winter stehen heimische Tiere im Mittelpunkt – von der Vogelbeobachtung bis zur Unterstützung von Igeln beim Überwintern. Kreative Einheiten in der Burgküche ergänzen das Naturerlebnis und greifen saisonale Themen wie Nadelbäume und Adventsschmuck auf.
Mit dem Frühling beginnt die aktive Gartenarbeit: Die Kinder bereiten Beete vor, entdecken die Bedeutung von Kompost als „Kraftwerk“ des Gartens und säen erste Pflanzen im Gewächshaus. Dabei erleben sie hautnah, wie aus kleinen Samen neues Leben entsteht. Praktische Projekte wie das Anlegen eines Kartoffelbeets oder der Bau eines Kartoffelturms verbinden handwerkliche Fähigkeiten mit ökologischem Wissen.
Der Sommer knüpft daran an und widmet sich Themen wie Bestäubung, Bewässerung und Ernte. So entsteht über das Jahr hinweg ein ganzheitliches Lernerlebnis, das Theorie und Praxis miteinander verbindet und den Kindern zeigt, wie ihr eigenes Handeln mit Natur und Umwelt verknüpft ist.
Auch über den Garten hinaus wirkt das Projekt: Die Kinder erhalten Anregungen, wie sie das Gelernte in ihren Alltag übertragen können – sei es durch kleine Pflanzprojekte zuhause, den Bau von Unterschlüpfen für Tiere oder nachhaltige Ideen für den Schulhof.