Die Victor Rolff Stiftung geht wieder auf Spurensuche. In loser Folge berichten Experten und Expertinnen von Spuren, die bedeutende Persönlichkeiten in Kunst und Kultur der Region hinterlassen und damit ihr kulturelles Profil prägten. 

Am 23. Juni stellt Rita Kersting den Kölner Künstler Franz-Wilhelm Seiwert in einem Vortrag vor.

Vorherige Anmeldung ausschließlich über das Buchungssystem erforderlich.

Zum Vortrag:

Kann man als Künstler die Welt verändern? Wie kann man mit Öl auf Leinwand politische Bilder malen? Franz Wilhelm Seiwert war einer der Künstler, die sich vor 100 Jahren als lose Gruppe „Kölner Progressive“ zusammenschlossen, um gegen den aufkommenden Faschismus und für eine gerechte Welt ohne Ausbeutung zu kämpfen. 

Seiwert setzte seine marxistischen und auch christlichen Überzeugungen prägnant ins Bild. Er baute ein Netzwerk internationaler Künstler auf, deren Mitglieder die Funktion von Kunst in einer kapitalistischen Gesellschaft diskutierte. Die Aktualität der „Kölner Progressiven“ ist faszinierend, und auch internationale Museen interessieren sich zunehmend für die „Progressiven“ aus Köln.

Im Vortrag werden Bilder gezeigt vom Kreis um Seiwert: von Heinrich Hoerle und Gerd Arntz, sowie von Jankel Adler, Angelika Hoerle, Elfriede Stegemeyer und anderen, auch internationalen Positionen. 

Zur Referentin:

Rita Kersting, stellvertretende Direktorin am Museum Ludwig in Köln, organisierte in den vergangenen Jahren Ausstellungen mit Gabriele Münter, Nil Yalter, Gerhard Richter, Isamu Noguchi, Francis Alÿs sowie zur früher so genannten Russischen Avantgarde und zur Moderne in der Ukraine.