Die Victor Rolff Stiftung steht Projekten nicht nur fördernd zur Seite, sie gibt Kunst auch Raum und Stimme. Mit dem literarischen Salon „Burggeflüster“ stellen sich Autoren und Autorinnen am Stiftungssitz Burg Gladbach in Lesung und Gespräch vor.
Schweres in Leichtes verwandeln und sich selbst ironisch betrachten, das gehört zur Kunst der Schriftstellerin Sylvie Schenk.
Die Victor Rolff Stiftung stellt den aktuellen Roman der Autorin Sylvie Schenk vor. „In Erwartung eines Glücks“ erzählt die Geschichte der Schriftstellerin Irène: während Irène zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben muss, wird sie selbst zur Beobachterin. Welches Drama verbirgt ihre Zimmergenossin vor ihr? Wer ist der rätselhafte Mann im grünen Bademantel, den sie den „Froschmann“ nennt? Irène ist Schriftstellerin wie Sylvie Schenk. Sie denkt über ihr Leben nach, über die Liebe, über Verlust, aber auch über alles Rettende. Scharfsinnig, fantasievoll, packend erzählt Sylvie Schenk vom existentiellen Ineinander-Spiel von Literatur und Leben.
Irène, eine deutsch-französische Schriftstellerin, wird mit Verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus eingeliefert. Bald schon gibt es Entwarnung, aber sie muss vorsorglich einige Zeit in der Klinik bleiben und richtet sich dort ein. Ironisch-sarkastisch beschreibt sie ihren neuen Alltag zwischen Krankenzimmer und Untersuchungen. Sie erinnert sich an ihren Mann, der erst vor kurzem gestorben ist, sie lernt ihre Zimmergenossin Ada kennen, eine junge Muslima, und einen rätselhaften Patienten, den sie den »Froschmann« nennt und der sie an Houellebecq erinnert. In der Auseinandersetzung mit ihm denkt sie über ihr eigenes Schreiben, über Leben und Tod nach. Kaum jemand, der darüber mit solcher Leichtigkeit erzählen kann wie Sylvie Schenk.
Sylvie Schenk wurde 1944 in Chambéry, Frankreich, geboren, studierte in Lyon und lebt seit 1966 in Deutschland.
Sylvie Schenk veröffentlichte Lyrik auf Französisch und schreibt seit 1992 auf Deutsch. Sie lebt bei Aachen und in La Roche-de-Rame, Hautes-Alpes. Bei Hanser erschienen ihre Romane „Schnell, dein Leben“ (2016), „Eine gewöhnliche Familie“ (2018), „Roman d'amour“ (2021) und „Maman“ (2023).
Heribert Leuchter (*1954 in Aachen) ist Jazzmusiker, Komponist und Bandleader. Er hat sich als Saxophonist (Sopran, Alt, Bariton) einen Namen gemacht und ist musikalischer Kopf verschiedener Ensembles wie dem LUX-Orchester und dem Heribert Leuchter Trio. Mit der Schriftstellerin Sylvie Schenk verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit.
In Zusammenarbeit mit der Buchhandlung die leserei, Bad Münstereifel